18. März 2016

Über uns

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Herzlich willkommen auf der Webseite des Maghreb Hauses e.V. 

Mit dem in Hamburg im 2015 gegründeten Verein Maghreb Haus e.V. möchten wir insbesondere Menschen mit maghrebinischen Migrationshintergrund oder mit einem besonderen Interesse an dieser Region einladen, dieses Vorhaben mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen aktiv zu unterstützen und kreativ mitzugestalten.

Wir laden hiermit alle ganz herzlich ein, die sich mit den Zielen und Werten des Maghreb Hauses e.V.  verbunden fühlen, sich unserem Verein anzuschließen und mitzumachen. Jeder kann seinen Beitrag leisten, so gut er kann.

Wer wir sind?

Das Maghreb Haus e.V. – das deutsch-maghrebinische Haus zur Förderung von Toleranz und friedlichem Zusammenleben – ist ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein zur Förderung von Toleranz und friedlichem Zusammenleben mit Sitz in Hamburg und wurde im Juni 2015 gegründet.

  • Wir sind ein engagiertes, erfahrenes und mehrsprachiges Team voller Spaß und Begeisterung fürs Ehrenamt in Hamburg.
  • In unserem Team arbeiten Frauen und Männer, mit und ohne Migrationshintergrund, wertschätzend zusammen.
  • Wir verstehen uns als Brücke und Mittler zwischen dem Maghreb und Deutschland und stehen für grundlegende menschliche Werte wie Toleranz, Vielfalt, Respekt, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, die uns über alle Kulturgrenzen hinweg verbinden

Was wir tun?

  • Wir unterstützen Begegnungen von Menschen aus verschiedenen Kulturen und organisieren kulturellen Austausch zwischen Maghrebinern und Deutschen sowie anderen Nationen.
  • Wir veranstalten Events zur Weitergabe von maghrebinischem Kulturgut und Präsentation der maghrebinischen Kultur: Literatur, Kunst, Malerei, Musik, Film …
  • Wir organisieren zweisprachige Lesungen von Literatur aus dem Maghreb, Vorträge über die Vielseitigkeit der maghrebinischen Kultur und traditioneller Feste.

Was wir wollen?

  • Wir wollen zu einem friedlichen und harmonischen Zusammenleben deutscher und ausländischer Mitbürger beitragen.
  • Unser Ziel ist es, kulturelle Vielfalt und interkulturelle Verständigung sowie Toleranz und friedliches Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Konfessionen  zu fördern.
  • Wir möchten die maghrebinische Kultur und ihren Beitrag zur zur europäischen Kultur und zum Weltkulturerbe vermitteln, erforschen und bewahren.
  • Wir wollen uns um die Belange der Menschen mit maghrebinischem Migrationshintergrund im Sinne ihrer Integration, der Bewahrung ihrer Identität und der Wahrnehmung ihrer Rechte sowie die Teilhabe im Sinne eines toleranten und friedlichen Zusammenlebens kümmern.
  • Wir wollen uns den deutsch-maghrebinischen Beziehungen auf allen Gebieten der Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung widmen, das gegenseitige Wissen voneinander und die gegenseitige Annäherung beider Regionen und Kulturkreise zueinander sowie die Beziehungen zu den Menschen und den Zivilgesellschaften im Maghreb fördern.

Wie wollen wir unsere Ziele verwirklichen?

 Wir  verwirklichen unseren Vereinszweck insbesondere durch:

  • Schaffung einer Plattform als Grundlage zum Austausch und Kennenlernen, wo sich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, insbesondere mit maghrebinischem Migrationshintergrund begegnen, über ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren, um an einer gemeinschaftlichen toleranten und friedlichen Zukunft zu arbeiten,
  • Durchführung von Veranstaltungen, die z.B. Künstler unterschiedlichen kulturellen Hintergrunds zusammenführen, Seminare sowie Organisation von Diskussionen über kulturelle Differenzen und Konflikte mit kompetenten Referenten,
  • Verschaffung einzigartiger Einblicke in die Geschichte und in das vielfältige kulturelle Erbe des Maghreb sowie ihres Beitrages zur europäischen  Kultur und zum Weltkulturerbe,
  • Ermöglichung vielfältigster direkter Kontakte mit den Bürgern, Familien, Organisationen und Einrichtungen im Maghreb, Besuche von Delegationen, Reisen von Jugendlichen, Studentenaustausch usw..

Unsere Vision

Unsere Arbeit basiert auf der Erkenntnis, dass ein friedliches und harmonisches Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher ethnischer, kultureller und religiöser Identität in einer multikulturellen Gesellschaft nur durch die Förderung eines toleranten, bewussteren und verantwortungsvolleren Umgangs mit kultureller Vielfalt möglich ist. Tatsache ist, dass die Gesellschaft von heute multikulturell ist, was durch die Globalisierung noch gefördert wird. Das Nebeneinander verschiedener Kulturen stellt eine große Chance dar, solange die Begegnung zwischen den unterschiedlichen Kulturen als eine Quelle gegenseitiger Bereicherung gesehen wird. Dies gilt auch für Europa und den Maghreb,  die größte Heimat vielfältiger Kulturen und vieler Völker auf den alten Kontinent.

Ein arabisches Sprichwort lautet: Der Maghreb ist ein heiliger Vogel. Sein Leib ist Algerien, sein rechter Flügel Tunesien, sein linker Flügel Marokko. Neben der geografischen Lage am Mittelmeer und durchzogen von der Sahara und dem Atlas-Gebirge verbindet die Länder historisch gemeinsame Wurzeln und Entwicklungen. Bis in die Gegenwart gibt es politische, kulturelle und ökonomische Verflechtungen zwischen den Ländern des Maghreb, zu dem auch Libyen und Mauretanien gehören. Spricht man von den Kernländern des Maghreb oder den zentralen Maghreb, so sind Marokko, Algerien und Tunesien gemeint. Auf internationaler Ebene gibt es Überlegungen bezüglich eines Binnenmarktes sowie energie- und kulturpolitischen Zusammenarbeit.

Für die abendländische Kultur und auch für Deutschland gibt es weit mehr Verbindendes als Trennendes zu den Ländern des Maghreb, weshalb Europa und Deutschland auf die mittelmeerische Gegenküste nicht verzichten können. Das Europa und Deutschland von heute haben sich geistig und kulturell aus dem mediterranen Lebensraum der Antike heraus entwickelt.

Die kulturelle Vielfalt nimmt in Deutschland stetig zu. Viele unterschiedliche Kulturen prägen und gestalten das Bild unseres Landes. Diese unterschiedlichen Denk- und Lebensstilen, kulturellen Prägungen und Werten haben ein enormes Potential das multikulturelle Leben in Deutschland zu bereichern. Dies gilt auch für Menschen mit maghrebinischem Migrationshintergrund. Viele Algerier kamen nach Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg, während des algerischen Befreiungskrieges (1954-1962) und nach der Unabhängigkeit Algeriens im Jahr 1962 sowie während der Tragödie der 1990er Jahre und danach. Ab 1963 kamen verstärkt Arbeitskräfte aus dem Maghreb im Rahmen des Abkommens zur Anwerbung von Arbeitskräfte mit Marokko (1963) und Tunesien (1965). Es herrschte das Verständnis von einem befristeten Verbleib der so genannten „Gastarbeiter“. Das Wort „Integration“ war damals weitgehend unbekannt. Und dennoch sah sich die deutsche Gesellschaft zunehmend mit einer Situation konfrontiert, die der Schweizer Schriftsteller Max Frisch sehr treffend mit den Worten beschrieben hat: „Man hat Arbeitskräfte gerufen, und es kamen Menschen.“ Aber viele Menschen sind auch zwecks Ausbildung, Fortbildung und Hochschulstudiums in verschiedenen Bereichen hierher gekommen und beschlossen, sich nach dem Abschluss der Ausbildung/des Studiums in Deutschland niederzulassen. Alle suchten Zuflucht oder blieben im Deutschland für ein besseres und harmonischeres Leben. Sie gründeten ihre eigenen Familien, beteiligten sich am Wiederaufbau und wurden auf Dauer hier ansässig. Es kamen Menschen, in ihrer Vielfalt, mit ihren kulturellen Prägungen und sie bereicherten unser Land und sie belebten den Austausch und die Beziehungen zwischen dem Maghreb und Deutschland.

Heute leben etwa 300.000 Menschen mit maghrebinischem Migrationshintergrund bereits in zweiter, dritter oder vierter Generation in Deutschland. Sie leben mit uns als Arbeitnehmer oder Selbständige, als Kaufleute, Sportler, Studenten oder Wissenschaftler und fühlen sich völlig integriert in der deutschen Gesellschaft, leisten einen fundamentalen Beitrag für die Zukunft der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Maghreb und sind in der Lage, solide wirtschaftliche und kulturelle Brücken zwischen Deutschland und dem Maghreb zu bauen.

Außerdem sind wir der Auffassung, dass Europa und Deutschland die Entwicklung des Maghreb positiv beeinflussen können. Die regionale Integration der Maghrebstaaten bringt nicht nur ökonomische, politische und geostrategische Vorteile – vor allem auch für den zentralen Maghreb. Ein regional besser integrierter Maghreb könnte einfacher eine politische Brücke über die Straße von Gibraltar schlagen.

Doch diese Brücke wird nicht aus Beton und Stahl sein, sondern Menschen werden sie bilden. Aus diesem Grund sind die Beziehungen, welche die maghrebinische Migration seit mehreren Jahrzehnten zwischen den in den Maghreb und Deutschland lebenden Menschen aufgebaut hat, ein wichtiger und unersetzlicher Beitrag für die Gestaltung der Zukunft unserer europäisch-maghrebinischen, insbesondere deutsch-maghrebinischen Beziehungen.

Und genau hier greift unser Auftrag. Wir erachten für notwendig, unseren Beitrag zu leisten, um die europäisch-maghrebinischen, insbesondere deutsch-maghrebinischen Beziehungen weiterhin zu pflegen, zu vertiefen und auszubauen sowie das gegenseitige Wissen voneinander und die gegenseitige Annäherung beider Regionen und Kulturkreise zueinander zu fördern. Den Maghreb und Europa verbindet bereits eine enge Partnerschaft und Deutschland wird im Maghreb als Wirtschaftspartner sehr geschätzt. Wir möchten uns den deutsch-maghrebinischen Beziehungen in umfassendem Sinne widmen und um die Belange der Menschen mit maghrebinischem Migrationshintergrund in Deutschland im Sinne ihrer Integration, der Bewahrung ihrer Identität und der Wahrnehmung ihrer Rechte kümmern.

Mit dem in Hamburg neu gegründeten Verein Maghreb Haus e.V. möchten wir insbesondere Menschen mit maghrebinischen Migrationshintergrund oder mit einem besonderen Interesse an dieser Region einladen, dieses Vorhaben mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen aktiv zu unterstützen und kreativ mitzugestalten. Ein weiteres Ziel liegt im Erhalt der Pflege und der Vermittlung der maghrebinischen Kultur und Traditionen und ihres Beitrages zur europäischen Kultur und zum Weltkulturerbe sowie der Teilhabe im Sinne eines toleranten und friedlichen Zusammenlebens.

Ein arabisches Sprichwort lautet: Der Maghreb ist ein heiliger Vogel. Sein Leib ist Algerien, sein rechter Flügel Tunesien, sein linker Flügel Marokko. Neben der geografischen Lage am Mittelmeer und durchzogen von der Sahara und dem Atlas-Gebirge verbindet die Länder historisch gemeinsame Wurzeln und Entwicklungen. Bis in die Gegenwart gibt es politische, kulturelle und ökonomische Verflechtungen zwischen den Ländern des Maghreb, zu dem auch Libyen und Mauretanien gehören. Auf internationaler Ebene gibt es Überlegungen bezüglich eines Binnenmarktes sowie energie- und kulturpolitischen Zusammenarbeit.