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Zwischen Terror, Traumata und Träumen –  Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März widmete das Maghreb Haus e.V. seinen Stammtisch der Kulturen am 9. März den Frauen. Wie ist die Situation von Frauen in Kriegsgebieten und welche Perspektiven haben geflüchtete Frauen in Deutschland? Diese und andere Fragen wurden thematisiert und in einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit syrischen Frauen diskutiert. In Kooperation mit dem Syrisch-Deutschen Frauenverein „Wir können“ und der Freien Deutsch-Syrischen Gesellschaft e.V. standen Frauen im Fokus, die zurzeit vielleicht am meisten Aufmerksamkeit benötigen.

Nach einem Film über Syrien vor Ausbruch des Krieges stellte Brigitte Wohlfahrt, Vorstandsmitglied der Freien Deutsch-Syrischen Gesellschaft, verschiedene Syrerinnen vor, die vor den Wirren des Krieges und des Terrors in ihrer Heimat nach Deutschland geflüchtet sind:

  • Verwitwet, aber nicht verbittet, hofft eine Mutter von drei Kindern, trotz bzw. mit Kopftuch wieder als Arzthelferin arbeiten zu können.
  • Eine Mathematiklehrerin und Mutter von sechs Kindern, die in Nullkommanichts Deutsch gelernt hat und mit einem charmanten „Moin“ das Auditorium begrüßte.
  • Eine Arabisch-Lehrerin, entschlossen, Geschehenes hinter sich zu lassen und ein neues Leben aufzubauen.
  • Eine ehrgeizige Frau – jung, ledig und einst erfolgreich – die sich nichts mehr wünscht als wieder in einer verantwortungsvollen Position zu arbeiten.
  • Und schließlich eine junge Dame – nach zwei Gefängnisaufenthalten und Folter unendlich stark und glücklich, sich in Freiheit für etwas engagieren zu dürfen – ein Verein, der all die Probleme der geflüchteten Frauen auffängt. An Unterstützung hierfür soll es ihr nach diesem Stammtisch der Kulturen nicht fehlen. Insbesondere von den männlichen Gästen des Abend erhielt sie viel Zuspruch!

Beim anschießenden Abendessen mit syrischen Spezialitäten standen die syrischen Frauen den Gästen für Fragen zur Verfügung.

Und auch wenn der Film über die Heimat vor dem Krieg manche Träne verursachte, herrschte im Kulturschloss Wandsbek bei Musik der Jasmin Asham Band und Danke-Tanz, eine fröhliche Stimmung. Die Jasmin Asham Band spielte klassische arabische und Tarab Musik und entführte das Publikum in eine Welt voller Rhythmus, Tanz, Leidenschaft und »Tarab« – Rausch und Genuss von Musik. 

Und zu später Stunde gab es noch ein Geburtstagsständchen für eine in der Flüchtlingsbetreuung höchst engagierte Frau und treue Freundin des Maghreb Haus e.V.; Dounia El Korchi-Buchert. Sie verwöhnte unsere Gäste mit kunstvollen, köstlichen Torten.

Abschließend dankt das Maghreb Haus dem Kulturschloss Wandsbek, dem Bezirksamt Wandsbek, dem Syrisch-Deutschen Frauenverein „Wir können“, der Freien Deutsch-Syrischen Gesellschafte.V., nametnlich Brigiite Wohlfahrt sowie Dr. Hassan Ied für die Übersetzung, der Jasmin Asham Band und allen fleißigen Helferinnen und Helfern für einen Abend im Namen der Frauen. 

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